Wie funktionieren die 6 Phasen vom Atemfitness® nach Fetz?
Methodischer Aufbau
Um ein Erfolgserlebnis zu garantieren, hat sich ein methodischer Aufbau bewährt, also vom leichten zum Anspruchsvollen. Die Teilnehmer:innen werden dadurch besser abgeholt, nicht so schnell überfordert und können schneller eine tiefe transformierende Erfahrung erleben.
Vielfalt & Modalitäten
Der Hauptteil einer Atemfitness® nach Fetz Session kombiniert verschiedene Atemtechniken aus unterschiedlichen Atemansätzen bzw. Modalitäten. Dazu gehören die Wim-Hof-Methode oder Tummo Atmung (thermogene Atmung), DMT Breathing und Psychedelic Breath (bewusstseinsverändernde Atmung), der klassische verbundene Atem (kreisförmiges Atmen ohne Pausen, ähnlich dem holotropen Atmen nach Stanislav Grof oder der Atemtherapie nach Dr. Wilfried Ehrmann) sowie die Hypoxie-Atmung (verlängerte Phasen des Luftmangels, bekannt aus Soma Breath oder Hypno Breath von Fabian Ries) sowie die Emotional Release Technik, bei der ein gemeinsamer Schrei angeleitet wird, wie sie etwa von Jon Paul Crimi oder Breathmasters praktiziert wird.
Tiefenpsychologische Sprache
Eine Besonderheit der Atemfitness® nach der Fetz-Methode ist – neben den technischen Anleitungen zur Atempraxis auch die gezielte Nutzung tiefenpsychologischer oder, wenn man so will, hypnotischer Sprache.
Ziel ist es, beim Erfahrenen eine tiefergehende Selbsterkenntnis und letztlich ein zufriedeneres Leben zu fördern.
Liegen vs. Sitzen
Für Anfänger immer im Liegen. Im Sitzen nur für Fortgeschrittene oder geübte Stammkunden. Im Sitzen entsteht sehr oft ein “High” Gefühl, da das Blut noch schneller im Kopf fehlt.
Gas vs. Bremse
In den 6 Phasen wechselt man gezielt zwischen Anspannung und Entspannung und trainiert dadurch das autonome Nervensystem. Wir lernen, besser umzuschalten – vom Gas auf die Bremse. So wird es möglich, auch im Stress zur Ruhe zu kommen, aus einer Regulationsstarre auszubrechen und die Selbstregulation zu stärken. Schritt für Schritt bringen wir ein dysreguliertes Nervensystem wieder in Balance.
1. GAS: Verbundener Atem - Superventilation
- Kontrollierter Stress (Sympathikus) - steigert Stressresistenz
- Adrenalin wird frei und das ist entzündungshemmend (Entzündungsmarker IL 6 fällt), stärkt Immunantwort und durchbricht den Cortisol Kreislauf
- Werden basischer durch das viele CO2 abatmen (respiratorische Alkalose)
- dadurch verändert sich die Leitfähigkeit der Nerven und die Schmerzrezeptoren schlagen nicht so schnell (perfekt vor Eisbad)
- Krebszellen, Viren und Bakterien haben es nicht so leicht in einem basischen Milieu.
2. BREMSE: entspannen durch Atempausen
Sehr schöner Zustand kann entstehen wie im Yoga beim Shavasana (Sterben üben). Es kann das Gefühl aufkommen, nie wieder Atmen zu wollen ;-) Wenn man den Atem pausiert, stoppt man sein Leben - man geht auf Pause - defragmentiert seine Festplatte ;-)
Breath Hold is the New Black
(heißt soviel wie: Es ist die neueste Mode)
Dahinter steht sogar ein Medizin Nobelpreis 2019 (Hypoxietraining - Höhentraining) mit Vorteilen wie:
- Bildung von mehr Taxis im Körper (rote Blutkörperchen)
- Körper anregen um neue Straßen(Kapillaren/Haargefäße) zu bauen
- Gefäßwände werden glatter und Blutdruck sinkt
- Angstzentrum im Gehirn (Amygdala) schrumpft
- Verbesserung der CO₂-Toleranz und dadurch Regulierung eines gestörten Atemmusters (Alltagsatmung wird plötzlich ruhiger).
Die 8 Grundpfeiler von Atemfitness®
Atemfitness® verbindet das Profane (die alltägliche Atmung) mit dem Profunden (den heilenden, transformierenden Aspekten des Atems). Es ermöglicht eine neue Sicht auf Atmung als die grundlegendste Bewegung unseres Körpers.
1. Methodischer Aufbau
Vom Leichten zum Anspruchsvollen – ein klarer, didaktischer Weg, der nachhaltige Entwicklung ermöglicht und Sicherheit gibt, bevor es in tiefere Prozesse geht.
2. Ganzheitlicher Ansatz
Integration von Biochemie, Biomechanik, Nervensystem, Gehirnwellen und dem natürlichen Vier-Jahreszeiten-Rhythmus. Atemfitness arbeitet immer auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
3. Vielseitigkeit & freie Atemformen
Anpassbar an unterschiedliche Bedürfnisse wie Angstregulation, Schlaf, Fokus, Klarheit oder tiefe innere Reisen. Keine starre Methode: der Atem wird intuitiv, individuell und situativ eingesetzt.
4. Einbindung körperlicher Elemente
Bewegung (Klopfen, Zittern), Berührung und Stimme (Tönen) fördern Regulation, Entladung und Durchlässigkeit im Körper.
5. Hypnotische Sprache & innere Bilder
Gezielt eingesetzte Sprachmuster für innere Prozesse: inneres Kind, Selbstliebe, stoische Negativvisualisierung, Gefühlskompass, Schattenarbeit und archetypische Bilderreisen.
6. Stress & Entspannung in Balance
Gezielte Reize (z. B. CO₂-Toleranz, Atempausen) treffen auf bewusste Entspannung – ein Training des Nervensystems für echte Resilienz.
7. Selbstermächtigung
Atemfitness® macht Menschen unabhängig: Sie erhalten ein Werkzeug, das sie jederzeit und überall anwenden können – ohne Geräte, ohne Abhängigkeiten, ohne Dogmen.
8. Praxisnah & ergebnisorientiert
Schnelle, spürbare Resultate bereits nach kurzer Praxis. Atemfitness ist frei von Marken, Ideologien oder „Guru-Ansätzen“ und wurde aktuell von über 25.000 Menschen praktisch erprobt.
Für wen ist Atemfitness® geeignet?
Atemfitness® ist grundsätzlich für alle Menschen geeignet, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden verbessern möchten. Die Zielgruppe ist vielfältig und reicht von Kleinkindern bis hin zu Senioren.
- Kinder: Beim Atemfitness-Training in Kindergärten hat sich gezeigt, dass Schulanfänger ab etwa fünf Jahren bereits eine ausreichende Aufmerksamkeitsspanne haben, um sinnvoll an einem 45 Minuten Training teilzunehmen und vieles davon mitzunehmen. Atemübungen sind jedoch auch für jüngere Kinder unter fünf Jahren geeignet. Hier sollte der Zugang spielerisch erfolgen – in kurzen Intervallen, idealerweise im 1:1-Kontext oder gemeinsam mit den engsten Bezugspersonen.
- Sogar bei Babys können Eltern behutsam die Mundatmung regulieren, indem sie sanft den Mund schließen und den Atemrhythmus beobachten, um Fehlatmungsmuster frühzeitig zu vermeiden. (Achtung, nicht auf eigene Faust agieren, sondern Arzt konsultieren um ev. Beschwerden oder Fehlstellungen abzuklären!)
- Erwachsene & Senioren: Atemfitness ist bis ins hohe Alter effektiv einsetzbar und kann die Lebensqualität deutlich steigern.
- Kranke: Auch Menschen mit Bluthochdruck (z. B. 240 mmHg) können Atemfitness-Übungen machen – jedoch in einem ganz sanften und individuell angepassten Reiz.
- Hobby- & Profisportler: Gerade hier gewinnt Atemkontrolle zunehmend an Bedeutung. Bei den letzten Olympischen Spielen wurde erneut deutlich, dass die letzten Prozent, die über Sieg oder Niederlage entscheiden, mental im Kopf sind, aber auch durch die Atmung limitiert sind – „Wer hat den längeren Atem?“
- Spezialgruppen: Polizei, Notärzte, Krankenhauspersonal, Spezialeinheiten – Berufsgruppen, die unter hohem Stress arbeiten, profitieren von Breathwork, um Ruhe, Fokus und Resilienz zu steigern.
Grundsätzlich für jedermann geeignet:
- Besonders für Menschen, die freiwillig und intrinsisch motiviert sind, sich weiterzuentwickeln.
- Gruppen, die Teambuilding-Effekte schätzen – Breathwork schweißt zusammen.
- Wichtig: Atemfitness® ist kein Ersatz für eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn gesundheitliche Unsicherheiten bestehen, sollte an einen Therapeuten oder Arzt verwiesen werden.
3 Formen der Atemfitness® Praxis
Eine regelmäßige Atempraxis muss nicht immer spektakulär oder extrem sein. Ganz im Gegenteil: Es sind die kleinen, beständigen Rituale, die langfristig den größten Effekt haben. Wie beim körperlichen Training ist es auch beim Atemtraining die Kombination aus Kontinuität und gezielten Reizen, die zu einer nachhaltigen Veränderung führt.
Ich unterscheide grundsätzlich drei Formen der Atemfitness® Praxis lässt sich je nach Intensität, Dauer und Häufigkeit in drei Formen unterteilen und alle drei haben ihren Platz:
1. Die freie Form - Selbstregulation on demand
Die freie Form nutzt meist sanfte Intensitäten und dauert häufig nur 1–5 Minuten. Dabei kommen unterschiedliche Ateminterventionen zum Einsatz, die flexibel an die jeweilige Situation angepasst werden können. Sie dient vor allem der Selbstregulation bei Stress, emotionalen Herausforderungen, körperlicher Erschöpfung oder zur kurzfristigen Zustandsveränderung im Alltag. Es gibt keinen festen Zeitpunkt und keine festgelegte Übungsauswahl.
Du nutzt, was du brauchst, wann du es brauchst. Eine Boxatmung vor einem wichtigen Termin, für eine wache Aufmerksamkeit? Kohärentes Atmen mitten im Trubel, um Zugriff aufs Gehirn zu bekommen? 4-7-8 vorm Einschlafen oder ein bisschen CO₂-Training beim Spazierengehen mit Nasenatmung und Atemanhalten? Das ist wie dein innerer Werkzeugkoffer, du greifst rein, wenn’s passt. Spontan, effektiv, bedarfsgerecht.
2. Die tägliche Routine - Dusche für das Nervensystem
Die tägliche Praxis arbeitet mit mittleren Intensitäten und umfasst meist 2–5 Runden des Atemfitness-Hauptteils über einen Zeitraum von etwa 10–30 Minuten. Sie wird häufig morgens als Start in den Tag oder abends zur Reflexion und Integration praktiziert. Ziel ist die langfristige Entwicklung von Atemfitness, Selbstwahrnehmung, emotionaler Kompetenz und Resilienz.
Diese Praxis ist kraftvoll – vermutlich sogar der effektivste Hebel für nachhaltige Veränderung. Sie ist wie das tägliche Zähneputzen oder eine Dusche fürs Nervensystem. Weil sich mental, emotional und energetisch täglich „Belag“ absetzt, braucht es auch regelmäßiges Reinigen. Niemand putzt nur alle zwei Wochen mal die Zähne – warum also beim Nervensystem?
Sinnvoll ist es, sich feste Anker im Alltag zu setzen – z. B. direkt nach dem Aufwachen (vielleicht noch im Bett), oder kurz vor dem Schlafengehen. Meine persönliche Praxis ist seit mehreren Jahren morgens und abends – mal nur fünf Minuten, mal bis zu 45. Im Durchschnitt etwa 20 Minuten.
Etwa 70 % meiner Routinen praktiziere ich ohne Musik oder Audios – purer Atem. Aber 4–5 Mal pro Woche genieße ich musikalische Begleitung oder kraftvolle Worte – sei es durch meine eigenen Aufnahmen oder andere Breathworker weltweit.
Für mich ist diese Praxis kein „Ich muss“, sondern ein „Ich darf“. Ich freue mich jedes Mal darauf. Und wenn ich mal einen Tag auslasse, ist das auch okay. Kein Druck, keine Vorwürfe – es ist, wie es ist.
In meine tägliche Praxis mischen sich freie Elemente wie AOM-Chanten oder Bienensummen – kombiniert mit kraftvollen Superventilationsübungen aus dem Atemfitness-Hauptteil. Manchmal ist es aber auch „nur“ längeres Atembeobachten – scheinbar simpel, aber hochpotent. Wie in der Homöopathie zählt oft die feine Information, nicht die Menge.
3. Das Peak-Erlebnis – die innere Reise
Das Peakerlebnis arbeitet mit höheren Intensitäten und längeren Übungszeiten. Es umfasst mehrere Runden des Atemfitness-Hauptteils oder längere Einheiten mit klassischem verbundenem Atem und dauert meist 45-90 Minuten oder länger. Diese Form ermöglicht tiefere Erfahrungen, intensive Selbsterkenntnis und die Begegnung mit emotionalen Altlasten, unbewussten Mustern oder veränderten Bewusstseinszuständen. Empfohlen wird mindestens ein Peakerlebnis pro Jahr, idealerweise monatlich oder auch als intensive „Rosskur“ über mehrere Tage hintereinander, beispielsweise im Rahmen eines Retreats.
Die richtige Balance zwischen täglicher Übung und gelegentlichen Höhepunkten ist individuell. Wie im Sport gilt: Auf Übertraining folgen oft Rückschritte. Gezielte, tiefgehende Atemreisen öffnen Raum für intensivere Prozesse. Solche Sessions sollten nicht täglich stattfinden – außer vielleicht im Rahmen eines Retreats oder wenn große Themen anstehen. Danach braucht es auch wieder Zeit zur Integration.
Ich sage: mindestens einmal im Jahr sollte man sich auf eine tiefere Atemreise nach innen begeben. Noch besser: vierteljährlich oder sogar monatlich. Besonders kraftvoll wird’s in der Gruppe – heilsam, verbindend, tief.
Wichtig: Ein Peak-Erlebnis ist kein „höher, schneller, weiter“. Es geht nicht um Leistung, sondern um Tiefe. Diese Tiefe entsteht am besten in einem geschützten, liebevoll begleiteten Rahmen – oder mit ausreichend Erfahrung auch in der achtsamen Eigenpraxis.
Atemfitness® RAW
Letztlich geht es bei Atemfitness® nicht darum, ein weiteres „To-do“ auf die tägliche Liste zu setzen. Es geht darum, den Atem als Werkzeug in den Alltag zu integrieren. Atemfitness wird dadurch vom Tool zur Haltung.
Du nimmst deinen Atem mit in den Job, in Beziehungen, in herausfordernde Situationen und in schöne Momente. Manchmal genügt bereits ein bewusster Atemzug, um wieder im Hier und Jetzt anzukommen.
Gleichzeitig sollte die Wirkung der täglichen Atemfitness®-Praxis nicht unterschätzt werden. Vor allem der Atemfitness®-Hauptteil mit seinen sechs Phasen kann – durch die bereits beschriebenen biochemischen, physiologischen und mentalen Prozesse – eine tiefgreifende Wirkung entfalten.
Doch wie baut man eine regelmäßige Praxis auf, für die man keine Hilfsmittel benötigt?
Ich nenne diese Variante Atemfitness® RAW. RAW steht für „roh“ – wie ein Rohbau ohne Schnickschnack.
- Keine Musik.
- Keine geführte Stimme.
- Kein Handy.
- Keine Kopfhörer.
- Keine App.
Du brauchst lediglich dich selbst und deinen Atem. Dadurch gibt es praktisch keine Ausrede mehr, die Praxis nicht durchzuführen. Alles, was du brauchst, trägst du bereits bei dir.
Vorteile von Atemfitness® RAW
-
Mehr Fokus
Ohne äußere Ablenkungen wird der sogenannte „Monkey Mind“ weniger gefüttert. Der Geist lernt, bei einer Sache zu bleiben, anstatt ständig nach neuen Reizen zu suchen.
-
Mehr Körperwahrnehmung
Wenn keine Musik und keine Stimme deine Aufmerksamkeit lenken, bleibt mehr Raum für das Spüren des Körpers. Die Interozeption – also die Wahrnehmung innerer Körperzustände – wird geschult.
-
Meditativer Effekt
AF RAW wirkt oft besonders meditativ. Die Erfahrung ist meist etwas ruhiger und weniger katalytisch als mit Musik, kann aber dennoch sehr intensiv werden.
-
Training der Disziplin
Lege vor Beginn fest, wie viele Runden du machen möchtest, und ziehe diese konsequent durch. Schon zwei Runden dauern meist weniger als zehn Minuten und können einen spürbaren Unterschied machen.
-
Förderung der Vorstellungskraft
Da keine geführten Bilder angeboten werden, wird die eigene Kreativität und innere Bildsprache stärker aktiviert. Viele Teilnehmer berichten, dass ihre Visualisierungen mit der Zeit immer lebendiger werden.
Atemfitness® & die Silva Methode
Eine spannende Ergänzung zu AF RAW ist das Rückwärtszählen aus der Silva-Methode von José Silva. Dabei zählt man langsam von einer Zahl rückwärts herunter, beispielsweise von 100, 50 oder 25.
Vorteile der Silva Methode
- Der analytische Verstand wird beschäftigt.
- Grübeln nimmt häufig ab.
- Die Aufmerksamkeit wird fokussiert.
- Die Gehirnaktivität bewegt sich oft von einem aktiven Beta-Zustand in Richtung Alpha-Zustand.
- Alpha-Wellen werden mit Entspannung, Kreativität, Visualisierung und erhöhter Aufnahmefähigkeit in Verbindung gebracht.
- Es entsteht ein Zustand zwischen Wachsein und Schlaf.
Im Grunde erinnert dieses Prinzip an die bekannte Einschlaftechnik des Schäfchenzählens. Gerade wenn du AF RAW abends im Bett praktizierst, kann es durchaus passieren, dass du irgendwann einschläfst – was in diesem Kontext oft kein Nachteil ist.
Das Rückwärtszählen lässt sich sowohl während der verbundenen Atemzüge als auch während der Atempausen einsetzen. Experimentiere und finde heraus, was für dich am besten funktioniert.
Atemfitness® DJ
Für viele Menschen ist der direkte Einstieg in AF RAW jedoch relativ anspruchsvoll. Wie im Sport macht auch hier ein methodischer Aufbau Sinn: vom Leichten zum Anspruchsvolleren. Deshalb empfehle ich folgenden Weg:
- Geführte Audios auf atemfitness.at
- Atemfitness® DJ
- Atemfitness® RAW
Bei Atemfitness® DJ übernimmst du selbst die musikalische Gestaltung deiner Session. Erstelle einfach eine kleine Playlist oder füge einige Songs in die Warteschlange ein:
- Aktivierender Song = Verbundener Atem
- Ruhiger Song = Atempause
Für zwei Runden benötigst du beispielsweise vier Songs, für drei Runden sechs Songs usw. Du bist dabei dein eigener DJ.
Vorteile von Atemfitness® DJ
- Du profitierst weiterhin von der Kraft der Musik.
- Die geführte Stimme fällt weg, wodurch mehr Eigenverantwortung entsteht.
- Du entwickelst ein Gespür für Musik und Übergänge.
- Besonders Atemfitness®-Trainer lernen dadurch neue Songs kennen und schulen ihr musikalisches Feingefühl.
- Du benötigst keine Stoppuhr. Der Liedwechsel gibt dir automatisch Orientierung über die vergangene Zeit.
Außerdem muss ein Lied nicht immer komplett ausgespielt werden. Gerade bei längeren Songs kannst du flexibel entscheiden, wann der Übergang erfolgen soll.
Mein Praxistipp
Wenn du bereits einige Sessions im AF-DJ-Modus gesammelt hast, probiere anschließend die RAW-Variante aus. Noch schöner ist es, die verschiedenen Varianten flexibel zu kombinieren:
- Abends im Bett: 2 Runden AF RAW
- Morgens vor der Arbeit: eine kurze AF-DJ-Session
- Am Wochenende: eine längere geführte Reise, beispielsweise die „5 Runden Love“ auf atemfitness.at
So bleibt die Praxis abwechslungsreich, flexibel und alltagstauglich – und genau darum geht es letztlich bei Atemfitness®: den Atem nicht nur zu üben, sondern ihn zu einem natürlichen Begleiter im Leben werden zu lassen.
Was zeichnet Atemfitness® Trainer:Innen aus?
Der beste Schüler sein
Die Haltung eines lebenslangen Lernenden - Eine der wichtigsten Grundhaltungen von Atemfitness Trainer:innen ist es, selbst immer der beste Schüler zu sein. Diese Einstellung fördert nicht nur die persönliche Weiterentwicklung, sondern schafft auch eine authentische und vertrauensvolle Beziehung zu den Teilnehmern.
Lernen auf Augenhöhe
Atemfitness Trainer:innen sollten sich nicht auf ein Podest stellen – im übertragenen Sinn und auch im wörtlichen. Wer auf einem „Stockerl“ steht, kann leicht fallen. Stattdessen ist es wichtig, auf Augenhöhe mit den Teilnehmenden zu arbeiten, um eine natürliche und vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.
Lebenslanges Lernen – Warum es so wichtig ist
- Neuroplastizität: Das Gehirn bleibt ein Leben lang lernfähig. Der Spruch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" ist überholt.
- Interessiert statt interessant sein: Wer sich für Neues öffnet, bleibt flexibel und inspiriert seine Umgebung.
- Bessere Gruppenführung: Menschen folgen lieber jemandem, der mit ihnen auf Augenhöhe bleibt, als jemandem, der belehrend wirkt.
- Offen für Veränderungen: Wissen hat eine Halbwertszeit – wer sich nicht weiterentwickelt, verliert den Anschluss.
- Sympathischer wirken: Wer zugibt, etwas nicht zu wissen, wirkt menschlicher und authentischer als jemand, der alles besser weiß.
- Von allen lernen: Jeder Mensch bringt eigene Erfahrungen und Perspektiven mit, von denen man profitieren kann.
Starre Systeme halten nicht lange
- Flexibilität vs. Starrheit: Feste Systeme und Methoden haben oft ein Ablaufdatum. Vergleichbar mit einem harten Stock, der bricht, während sich Bambus biegt.
- Be like water (Bruce Lee): Wasser kann jede Form annehmen – Anpassungsfähigkeit ist eine Stärke.
- Die Natur setzt auf Vielfalt: Menschen haben sich überall auf der Erde angepasst, vom Nordpol bis zur Wüste – im Gegensatz zu spezialisierten Tieren wie Tigern, die nur in bestimmten Lebensräumen überleben können.
- Methoden und Techniken hinterfragen: Regelmäßige Reflexion und Weiterentwicklung sind entscheidend, um effektiv zu bleiben.
Führung ohne Dogmen
- Die 4-H-Regel der Atemfitness®: Gute Begleitung vereint Hirn, Herz, Hausverstand und Humor. Fachwissen allein genügt nicht. Atemfitness® verbindet Wissen mit Menschlichkeit, gesunder Bodenhaftung und einer Prise Leichtigkeit.
- Hart in der Sache, weich in der Vermittlung: Atemfitness® vermittelt Inhalte klar, ehrlich und fachlich fundiert. Gleichzeitig geschieht dies wertschätzend, respektvoll und ohne Dogmatismus. Menschen werden nicht belehrt oder gedrängt, sondern eingeladen, eigene Erfahrungen zu machen und daraus zu lernen.
- Nicht vorgeben, wie andere ihr Leben führen sollen: Menschen haben genug Anleitungen in ihrer Kindheit bekommen – sie müssen selbst Erfahrungen machen dürfen.
- Lernen durch Erleben: Man kann nicht wissen, wie ein Apfel schmeckt, wenn man nur zusieht, wie jemand ihn isst. Ebenso wenig kann man echte Erfahrungen durch reine Theorie ersetzen.
- Therapeuten und Coaches geben oft zu viele Anweisungen: Die besten Antworten auf das eigene Leben kann nur jeder selbst finden.
- Die 3 K: Kommandieren – Kontrollieren – Korrigieren: Diese klassische Herangehensweise führt oft zu Widerstand. Atemfitness Trainer:innen geben keine starren Vorgaben, sondern bieten Möglichkeiten.
Die Rolle der Atemfitness® Trainer:innen
- Raum und Möglichkeiten schaffen: Der Begleiter oder die Begleiterin eröffnet neue Perspektiven – den Weg gehen muss jeder selbst.
- Den Blickwinkel verändern: Man gibt keine Antworten vor, sondern hilft dabei, neue Sichtweisen zu entwickeln.
- Ratschläge sind Schläge – zeige, wie sie ihre eigene Kraft entfalten, um ihren eigenen Weg zu finden. Alles, was sie brauchen, steckt bereits in ihnen.
- Echte Hilfe bedeutet immer Hilfe zur Selbsthilfe.
- Am Zahn der Zeit bleiben: Forschung entwickelt sich rasant – um relevant zu bleiben, muss man ständig dazulernen, aktuelle Bücher lesen, Podcasts hören, YouTube-Kanäle verfolgen und Seminare selbst als TeilnehmerInn besuchen..
- Wenn du der/die Schlauste im Raum bist, bist du im falschen Raum: Immer in Umgebungen begeben, in denen man weiterwachsen kann.
- Konstruktive Kritik einholen: Am Ende einer jeden Atemfitness Session sollte immer konstruktives Feedback eingeholt werden, um sich weiterzuentwickeln.
Sich selbst als ewige/n Schüler/in zu betrachten, schafft Offenheit, Authentizität und Entwicklung. Die Fähigkeit, sich selbst zu hinterfragen, aus Erfahrungen zu lernen und flexibel mit Wissen umzugehen, macht nicht nur bessere Lehrende oder Coaches aus uns – es macht auch das Leben selbst reicher und erfüllender.
Anwendung von Atemfitness®
Atemfitness kann in vielfältigen Kontexten eingesetzt werden. Es lässt sich leicht in unterschiedliche Berufsfelder und Alltagssituationen integrieren:
1:1 Sitzungen:
- Individuelle Atem-Coachings
- Prozessarbeit und Therapie
- Hypnose (erst gezielt Stress setzen, dann tiefe Entspannung induzieren)
- Atemunterstützung bei Massagen und Körperarbeit
Gruppenformate:
- Kleine bis große Gruppen – skalierbar und anpassbar
- Online-Sessions via Zoom
- Fitnessgruppen, Tanztrainings und Sportcoaching
- Großgruppen-Events und Retreats
Spezifische Einsatzbereiche:
- Therapeutische Anwendungen: Unterstützung bei Trauma-Integration, Angstbewältigung und Heilprozessen
- Coaching & Lebensberatung: Integration von Atemarbeit für Klarheit, Resilienz und Stressbewältigung
- Sport & Bewegung: Ergänzung zum Fitnesstraining, Tanztraining oder Performance-Coaching
- Tägliche Selbstanwendungen: Persönliche Routinen wie Wim Hof Methode, Breath with Sandy (Youtube) oder klassische Atemmeditationen
- Alternative Behandlungsmethoden: Ergänzende Maßnahme zur Förderung der Selbstheilung, z. B. bei chronischen Erkrankungen
Atemfitness bietet eine Toolbox für persönliche Entwicklung, Gesundheit und Transformation. Es ermutigt zur intrinsischen Selbstheilung und schafft eine Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele – ohne dabei in esoterische Überhöhung abzudriften.
„Atemfitness® – kein entrücktes Eso-Getue, sondern geerdete Substanz!“
Warum buchen Menschen Atemfitness®?
Die Beweggründe für die Teilnahme an einem Atemfitness Seminar, Retreat, Workshop, Kurs oder 1:1 Sessions sind vielfältig und reichen von physischem Wohlbefinden bis hin zu spirituellen Erfahrungen. Hier sind die wichtigsten Motivationen:
1. Klarheit & Antworten auf Lebensfragen
- Atemfitness hilft, Blickwinkel zu verändern, ohne Ratschläge zu geben.
- Wir geben keine direkten Lebensanleitungen, sondern eröffnen Wege zur inneren Führung.
- Das Unterbewusstsein wird geöffnet, Intuition geschärft und die Wahrnehmung verändert.
2. Gesundheitliche Vorteile
- Atemtechniken lernen, das Nervensystem zu regulieren und Selbstheilungsprozesse zu unterstützen.
- Positiver Einfluss auf Stress, Schlaf, Energielevel und Immunsystem uvm.
3. Performance-Steigerung
- Die sportliche Leistung ist eng mit der Atmung verknüpft – wenn einem „die Luft ausgeht“, sinkt auch die Leistungsfähigkeit. Sobald der Körper in den Laktatstoffwechsel umschaltet, sind Leistungseinbußen zu erwarten.
- Durch eine gesteigerte Lungenkapazität können Ausdauer, Leistung und Regeneration verbessert werden. Zudem sorgt das richtige Verhältnis von CO₂ und O₂ dafür, dass die Energie effizienter in den Zellen ankommt.
- Intensive, bewusst steuerbare Atemtechniken können zustandsverändernde Effekte erzeugen und so einen Flow-State wie im Wettkampf herbeiführen. Dies ist besonders wertvoll für Wettkampf-Visualisierungen und andere Mentaltrainingstechniken, da diese in einem veränderten Bewusstseinszustand eine viel größere Wirkung entfalten.
- Die Atmung verändert zunächst den eigenen Zustand und die Gehirnwellen, öffnet das Tor zum Unterbewusstsein – ähnlich wie bei Hypnose – und schafft so die optimale Grundlage für mentale Techniken.
4. Genuss, Entspannung & veränderte Bewusstseinszustände
- Zugang zu tiefen Entspannungszuständen.
- Breathwork kann euphorische und meditative Zustände hervorrufen ("High on your own supply").
5. Bindung & Gruppenerfahrung
- Gemeinschaftsgefühl durch synchrones Atmen.
- Stärkt zwischenmenschliche Verbundenheit, besonders in Gruppen- oder Paar-Sessions.
6. Emotionale Verarbeitung & Ausdruck
- Emotional Release: Angestaute Emotionen können durch gezielte Atemtechniken losgelassen werden.
- Sicherer Rahmen für emotionale Prozesse wie Weinen, Lachen oder intensive Gefühle.
7. Sicherheitsbedürfnis
- Viele Menschen suchen einen geschützten Raum, um sich selbst zu erforschen.
- Breathwork gibt das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit in herausfordernden Lebenssituationen.
8. Netzwerken & Verbindung
- Viele Teilnehmer schätzen die soziale Komponente von Breathwork-Gruppen.
- Begegnungen auf einer tiefen, authentischen Ebene ohne gesellschaftliche Hierarchien.
9. Kurzurlaub für Geist & Seele
- Ein Atemfitness-Workshop muss nicht immer tief transformierend sein – auch Entspannung und Spaß sind möglich.
- Manche kommen einfach, um aus dem Alltag auszubrechen.
10. Zugang zum Unterbewusstsein & Komfortzonen-Erweiterung
- Innere Blockaden lösen und sich selbst neu entdecken.
- Kann dabei helfen, die eigene Komfortzone zu verlassen und Neues zu wagen.
11. Gleichheit & Individualität
- Jeder startet auf seinem eigenen Level, unabhängig von Status, Alter etc.
- Atemfitness ist ein Werkzeug, das jedem gleichermaßen zur Verfügung steht – Luft ist eine unbegrenzte Ressource.
12. Selbstliebe & Selbstakzeptanz
- Unterstützt die Verbindung zum eigenen Körper und zur inneren Stimme.
- Fördert die Akzeptanz der eigenen Gefühle und Bedürfnisse.
13. Abenteuer & Selbstüberwindung
- Breathwork kann wie eine Reise ins Unbekannte sein.
- Vergleichbar mit Eisbad-Erfahrungen: herausfordernd, aber fair.
- Das Gefühl, sich selbst zu überwinden und zu wachsen.
14. Grenzen austesten & neue Anker setzen
- Atemtechniken helfen, mentale und körperliche Grenzen auszuloten.
- Nach einer intensiven Atemfitness-Session bleibt oft ein Gefühl der Stärke und des Neuanfangs.
Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten macht es zu einem einzigartigen Werkzeug für persönliches Wachstum und Wohlbefinden. Unabhängig davon, mit welcher Motivation Teilnehmer kommen – sie gehen immer als ein anderer Mensch. Jeder Atemfitness-Prozess ist individuell und einzigartig.